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apróhirdetés feladása:

3107   smaragd • előzmény3106 2018-04-22 17:06:51

 

https://www.tagesspiegel.de/kultur/berliner-philharmoniker-sturz-aus-aller-gewissheit/21174718.html

Berliner Philharmoniker

Sturz aus aller Gewissheit

Seltener Gast: Der künftige Chef Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker. 

 

"Nach der Pause geht es wieder mitten ins Unbekannte: Die 4. Symphonie von Franz Schmidt, uraufgeführt 1934, birgt jenen hochentwickelten spätromantischen Organismus, der Petrenko fasziniert. Man fühlt sich ein wenig an sein leidenschaftliches Plädoyer für die Musik von Josef Suk erinnert, damals, als er noch Musikchef an der Komischen Oper war. Es ist diesem Dirigenten ein Herzensanliegen, das gewaltige, als überkommen belächelte Format neu zu durchleuchten, sich durch all die Verästelungen, Hohlwege und Engführungen zu arbeiten. Ein Orchesterbrausen vor dem Hintergrund von schier endloser musikalischer Bildung und persönlichem Unglück, hat Schmidt mit seiner Vierten doch ein Requiem für seine Tochter komponiert. Die Katastrophe, der Sturz aus aller Gewissheit, gelingt Petrenko so erschütternd wie in der „Pathétique“. Der Jubel fällt diesmal leiser aus. Das macht ihn kostbarer."

Ulrich Amling

 

3106   smaragd • előzmény3105 2018-04-21 19:18:35

 

http://klassiker.welt.de/2018/04/14/kirill-petrenko-bei-den-berliner-philharmonikern-selbst-c-dur-klingt-hier-verschattet

Nach der Pause dann der schwerblütige Trauerfall 4. Sinfonie, den Franz Schmidt einsätzig, aber vierteilig und klar durchbuchstabiert anno 1933 als spätromanisch sinfonischen Bogen über hier kurzweilig rasche 40 Minuten schlug. Selbst die Ausgangstonart C-Dur klingt verschattet. Man darf nicht an Mahlers melancholische Komplexheit oder Schostakowitschs trotzige Diversität denken, und doch rührt diese lautere, eigenwillige Musik – ohne freilich wirklich tief zu gehen. Schön, ihr wieder einmal zu begegnen und zu erleben wie Kirill Petrenko das ruhig, aber fordernd disponiert, sparsam gestaltet: vom fast zerbrechlich anmutenden Trompetensolo Gábor Tarkövis an, der in ähnlicher Attitüde diese fahlen Klänge im resignativ sich zurückziehenden Finale verklingen lässt.

Petrenko kennt die beherzten Aufschwünge, lässt es auch mal laut werden, bleibt aber immer diszipliniert. Da knallt nix, da wühlt sich keiner in Pose. Man spürt ein waches Geben und Aufnehmen zwischen Dirigent und Orchester, große Bereitschaft, Neugier, verhaltene Freude. Hier wird klar vorgegeben und feinsinnig erfüllt, Freiheit muss sich noch einstellen. Ist bei dieser düster rückständigen, dann wieder in dunkle Harmonien wechselnden, mit einer verhalten unterschwellig antreibenden Dynamik erstaunlich modern anmutenden Requiem-Musik auch nicht so gefragt. Petrenko kann das, er hat dieses seltene Werk schon öfters ausgeführt, er will beim Außenseiter Schmidt Grundsätzliches über die Gattung aufspüren, es ausstellen. Das gelingt ihm ohne Zwang, die großen Unisono-Stellen kommen schlicht, aber überzeugend. So wie auch der Beifall am Ende vor allem respektvoll tönt. Was das Schlechteste nicht ist.

 

3105   smaragd • előzmény3103 2018-04-20 18:57:24

 

A koncert második részében hangzott fel a 4. szimfónia, az alábbi linken hamarosan meghallgatható lesz:

https://www.digitalconcerthall.com/de/concert/51178

 

3103   smaragd • előzmény2816 2018-04-19 16:55:56

 

Kirill Petrenko bei den Berliner Philharmonikern

Suche nach Unsterblichkeit

http://www.deutschlandfunkkultur.de/kirill-petrenko-bei-den-berliner-philharmonikern-suche-nach.1091.de.html?dram:article_id=415336

Noch Gast, bald Chef: Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker. Es ist erst das zweite Mal, dass Petrenko seit seiner Wahl zum Künstlerischen Leiter hier auftritt. Die Spannung ist groß, das Programm exklusiv.

Er macht sich rar und hält sich bedeckt: Kirill Petrenko wird Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Vor seiner Wahl im Juni 2015 hatte er das Orchester nur in drei Programmen geleitet. Seit dem überraschenden Votum des Orchesters für ihn als Nachfolger Sir Simon Rattles (ab 2019/20) ist bislang lediglich ein Programm dazu gekommen. Was Petrenko in seinen Konzerten mit den Berliner Philharmonikern musikalisch erreichte, war ebenso außergewöhnlich wie das Repertoire, mit dem er sich vorstellte: Rachmaninows 2. Sinfonie (2006), Elgars 2. Sinfonie (2009), Skrjabins "Poème de l’extase" (2012) lauteten die Hauptstücke der Konzerte vor der Wahl; mit Tschaikowskys 6. Sinfonie kam im vergangenen Jahr erstmals ein zentrales Werk der Orchesterliteratur hinzu. Und nun das: Petrenko schlägt einen Bogen von Paul Dukas‘ Ballett "La Péri" zu Franz Schmidts hierzulande äußerst selten gespielter 4. Sinfonie.

Der Auftritt der chinesischen Pianistin Yuja Wang, die das 3. Klavierkonzert von Sergej Prokofjew in den Mittelpunkt des Abends rückt, mutet an wie das einzige dramaturgische Zugeständnis an den Wunsch, "bekannte Werke" zu hören. Doch auch dieses Stück ist Teil eines sorgfältig balancierten, gleichsam durcherzählten Konzertprogramms. Dukas‘ Ballettmusik – eines der ganz wenigen Werke des überaus selbstkritischen Komponisten – erzählt im Gewand der persischen Mythologie von einer Reise ins Reich der Unsterblichkeit. Prokofjews Konzert kündet vom Aufbruch eines zutiefst russischen Musikers in die weite Welt der globalen Moderne. Die 4. Sinfonie des österreichisch-ungarischen Spätromantikers Schmidt wiederum, entstanden 1933, ist ein instrumentales Requiem auf die Tochter des Komponisten und zugleich ein Abgesang auf eine musikalische Epoche. Das in einer großen Linie durchkomponierte Werk gehört zu den beeindruckendsten Zeugnissen der Wiener Musik zwischen Gustav Mahler und der Nachkriegsmoderne. Mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern hat es die denkbar engagiertesten Anwälte gefunden.

Live aus der Philharmonie Berlin

Paul Dukas

"La Péri", Poème dansé für Orchester

Sergej Prokofjew

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26

ca. 21.00 Konzertpause

Franz Schmidt

Sinfonie Nr. 4 C-Dur

 

Yuja Wang, Klavier

Berliner Philharmoniker

Leitung: Kirill Petrenko

 

2816   smaragd 2017-07-10 06:35:09

FRANZ SCHMIDT (Pressburg/Pozsony,1874 - Perchtoldsdorf bei Wien, 1939)
EMLÉKÉRE,
HALÁLA  80. ÉVFORDULÓJÁN,  2019

Franz Schmidt: "Das Buch mit sieben Siegeln"
Oratorium

Festkonzert "100 Jahre  Mödlinger Singakademie"

Herbst 2019
Burgsaal, Perchtoldsdorf
Mödlinger Singakademie
Dirigent: Antal Barnás
Műsorajánló
Mai ajánlat:
19:00 : Budapest
Nádor Terem

Giusto Kamarazenekar
koncertmester Litván Erika
vez.: Jean-François Gonzales-Hamilton

GRIEG: Holberg szvit
VICTOR KIOULAPHIDES: Summer concerto, magyarországi bemutató.
DVOŘÁK: E-dúr szerenád vonószenekarra, op. 22

19:30 : Budapest
Zeneakadémia, Nagyterem

Martin Schmeding (orgona)
Új Liszt Ferenc Kamarakórus (karigazgató: Nemes László Norbert)
"Requiem – Halál és élet"
BRAHMS: Német Requiem, op. 45 – 6. Denn wir haben hie keine bleibende Statt (Robert Schaab átirata)
SZATHMÁRY ZSIGMOND: Mors et Vita
REGER: Korálfantázia a Wachet auf, ruft uns die Stimme kezdetű korálra, op. 52/2
TOURNEMIRE: Improvizáció a Victimae paschali laudes dallamára (Maurice Duruflé átirata)
DURUFLÉ: Requiem, op. 9

19:30 : Budapest
Bartók Béla Nemzeti Hangversenyterem

Balog József (zongora)
Baltic Sea Philharmonic
Vezényel: Kristjan Järvi
GRIEG: I. Peer Gynt-szvit, op. 46
GRIEG: a-moll zongoraverseny, op. 16
STRAVINSKY: A tűzmadár (1945)
19:30 : Debrecen
Kölcsey Központ

Szabóki Tünde, Francesca Provvisionato, Balczó Péter, Cser Krisztián
Kodály Filharmonikusok Debrecen
Kodály Kórus Debrecen (karigazgató: Szabó Sipos Máté)
Vezényel: Kollár Imre
A mai nap
született:
1921 • Anda Géza, zongorista († 1976)
1928 • Pernye András, zenetörténész, zenekritikus († 1980)
1944 • Agnes Baltsa, énekes
elhunyt:
1828 • Franz Schubert, zeneszerző (sz. 1797)